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Schwangerschaft verkünden: 12 originelle Ideen aus der Schweiz

Veröffentlicht am 3. Juni 2026·once & kept

Schwangerschaft verkünden: 12 originelle Ideen aus der Schweiz

Eure Wunschliste

Wünsch dir genau das, was von Herzen kommt

Dein Dörfli ist eure private Wunschliste fürs Baby. Versammle die Menschen, die euer Kleines schon jetzt lieben — Gotti, Götti, Grosi — in einem warmen Kreis, wähl die handgemachten Schweizer Stücke aus, die du dir wirklich wünschst, und teil einen einzigen Link. Sie schenken mit Bedacht, du bekommst genau das, worauf du dich freust. Nichts doppelt, nichts, das nicht zu eurem Nest passt.

Wunschliste erstellen

Originell wird es nicht durch viel Aufwand, sondern wenn die Idee zur Person passt. Das Grosi liest es am Tassenboden, die Schwester bekommt gleich die Gotti-Frage dazu, das Team ein Znüni. Hier findest du zwölf Ideen, wie du deine Schwangerschaft originell verkünden kannst, sortiert nach Empfänger und mit fertigen Sätzen auf Hochdeutsch und Mundart. Ausserdem steht ehrlich dabei, was nichts kostet und was Vorbereitung braucht.

Die 12 Ideen auf einen Blick

Vorweg: Die meisten Ideen kosten fast nichts. Am schönsten ist der Moment, in dem es beim Gegenüber klick macht.

  • Nuggi in der Jackentasche – für den Partner oder die Partnerin · 2 Minuten · gratis · persönlich
  • Botschaft am Tassenboden – für die Grosseltern · 15 Minuten · Porzellanstift · persönlich
  • «Reserviert»-Kärtli am Familien-Znacht – für die ganze Familie · 5 Minuten · gratis · persönlich
  • Familienfoto ohne «Cheese» – für die ganze Familie · gratis · persönlich
  • Schachtel mit Ultraschallbild – für die Grosseltern · 20 Minuten · fast gratis · persönlich oder per Post
  • Brief plus verabredeter Videoanruf – für Grosseltern, die weit weg wohnen · Porto · per Post
  • Tante/Onkel-Karte mit Gotti-Frage – für Geschwister · selbst geschrieben oder handgemacht ab CHF 10 · persönlich
  • Kreuzworträtsel oder Puzzle – für Freund:innen · 30 Minuten selbst gemacht oder ab CHF 10 · persönlich oder per Post
  • Karte mit Aufreisslasche – für Freund:innen in einem anderen Kanton · CHF 10 · per Post
  • Znüni fürs Team – für die Arbeit · Gipfeli und ein Satz · persönlich
  • Das grosse Geschwister verkündet – beim 2. oder 3. Kind · gratis · persönlich
  • Alles doppelt – bei Zwillingen · gratis bis CHF 50 · beides

Dem Partner oder der Partnerin sagen

Hier braucht es am wenigsten Inszenierung. Steck einen Nuggi in die Jackentasche, die am nächsten Morgen fürs Tram angezogen wird. Oder leg den Test in ein Brillenetui neben den Teller am Znacht. Der Satz dazu darf ganz schlicht sein: «Du wirst Papa.» Oder, je nach Region etwas anders geschrieben: «Du wirsch Papi.»

Mehr Ideen, auch kleine Andenken, die bleiben, findest du in unserem Artikel Du wirst Papa: 9 Ideen, es zu verkünden.

Den Grosseltern verkünden

Am Familientisch

Tassenboden: Schreib mit einem Porzellanstift innen auf den Boden der Kaffeetasse «Ihr werdet Grosseltern» oder auf Mundart «Du wirsch Grosi!». Danach brennst du die Tasse im Ofen ein. Unser Tipp aus Erfahrung: Markier dir den Henkel, sonst landet die Tasse bei der falschen Person. Und schenk nicht zu voll ein, sonst dauert es ewig.

«Reserviert»-Kärtli: Beim nächsten Familien-Znacht stellst du einen leeren Stuhl hin und legst ein Kärtli darauf: «Reserviert ab [Monat]». Das dauert fünf Minuten und kostet nichts. Meist fragt jemand nach, bevor die Suppe auf dem Tisch steht.

Familienfoto: Wer fotografiert, ruft statt «Cheese»: «Alli lächle – mir überchömed es Baby!» Halte die Kamera einfach auf Serienbild. Die Bilder danach sind die besseren.

Wenn Grosi und Grosspapi weit weg wohnen

Schick einen Brief mit Ultraschallbild und schreib auf den Umschlag: «Bitte erst öffnen, wenn wir telefonieren.» Dann macht ihr einen Videoanruf ab und erlebt den Moment trotzdem gemeinsam. Aus unserer Erfahrung klappt das auch mit Grosseltern, die sonst kaum videotelefonieren. Wichtig ist nur, dass der Umschlag nicht schon am Vormittag offen auf dem Küchentisch liegt.

Geschwistern verkünden und gleich Gotti oder Götti fragen

Deine Schwester oder dein Bruder bekommt mit der Nachricht oft gleich zwei neue Rollen: Tante oder Onkel und vielleicht Gotti oder Götti. Das lässt sich gut verbinden: «Du wirst Tante – und, wenn du möchtest, auch Gotti.» Auf Mundart klingt das zum Beispiel so: «Du wirsch Tante – und wenn du wotsch, au Gotti.» Lass die Frage ruhig offen. Ein Ja muss nicht in derselben Minute kommen.

Ein Punkt, an den viele zu spät denken: Hast du mehrere Geschwister, aber nur eines wird Gotti oder Götti? Dann sag allen gleichzeitig, dass du schwanger bist, und stell die Gotti-Frage separat. So steht niemand daneben und fragt sich, warum er oder sie nicht gefragt wurde.

Du kannst die Karte selbst schreiben. Wenn du lieber etwas zum Aufbewahren schenkst, gibt es die A6-Karte «Du wirst bald Tante / Onkel» für CHF 10. Ebenfalls CHF 10 kostet «Du bist toll» Gotti / Götti fragen. Beide sind von Hand gemacht beim Schweizer Label MANNIGFALTIG.

Freunden verkünden: Rätsel, Puzzle, Aufreisskarte

Freund:innen mögen es, wenn sie selbst darauf kommen. Bastle ein Kreuzworträtsel mit Fragen, die nur ihr versteht, zum Beispiel zu eurem ersten gemeinsamen Openair oder zum Lieblingsbeizli. Das Lösungswort lautet «BABY» oder der Geburtsmonat. Rechne mit einer halben Stunde, bis die Kästchen aufgehen.

Ohne Bastelei geht es mit dem personalisierten Kreuzworträtsel mit Namen für CHF 12. Für die beste Freundin, die Gotti werden soll, passt «Freunde werden zu Familie» für CHF 10.

Wohnt die Freundin in einem anderen Kanton, schick ihr Post. Ein Kärtli im Briefkasten fühlt sich anders an als eine Nachricht im Gruppenchat. Die Mundart-Karte Schmetterling mit Aufreisslasche für CHF 10 ist dafür gemacht: Die Botschaft wird erst beim Aufreissen sichtbar.

Bei der Arbeit: lieber sachlich

Sag es zuerst deiner oder deinem Vorgesetzten persönlich und erst danach dem Team. Fürs Team reicht ein Znüni: ein Korb Gipfeli und ein Satz wie «Ab [Monat] bin ich im Mutterschaftsurlaub, bis dahin bin ich voll da.» Mehr Show braucht es im Büro nicht.

Auch rechtlich ist das in der Schweiz gut zu wissen: Es gibt keine allgemeine Pflicht, eine Schwangerschaft offenzulegen, auch nicht in der Probezeit. Während der ganzen Schwangerschaft und bis 16 Wochen nach der Geburt darf der Arbeitgeber nicht kündigen. Wenn du körperlich anstrengend arbeitest oder mit Gefahrenstoffen zu tun hast, lohnt es sich, früh Bescheid zu geben. Dann muss dein Arbeitgeber dich und dein Kind schützen. Bei Unklarheiten gibt das kantonale Arbeitsinspektorat Auskunft. Das hier ist keine Rechtsberatung.

Zweites oder drittes Kind: Lass das Grosse verkünden

Beim zweiten Kind wirkt die Tassen-Idee schnell abgenutzt. Dafür hast du jetzt jemanden, der es mit voller Begeisterung verkündet. Das grosse Geschwister bringt dem Grosi eine Zeichnung mit vier statt drei Strichmännchen. Oder es trägt ein Shirt mit «Ich werde grosse Schwester» beziehungsweise auf Mundart «Ich wirde grossi Schwöschter!».

Beim dritten Kind stellst du die Finken der ganzen Familie im Gang in eine Reihe und am Ende ein winziges Paar dazu. Dann wartest du, bis es jemand bemerkt.

Ein ehrlicher Hinweis: Erzähl es einem Chindsgi-Kind erst kurz vor der Verkündung. Sonst weiss es am nächsten Morgen die ganze Garderobe.

Zwillinge verkünden

Hier gilt: alles doppelt. Zwei Nuggis in der Jackentasche, zwei Stühle mit «Reserviert»-Kärtli, zwei Ultraschallbilder im Umschlag. Ein Satz dazu: «Es kommen gleich zwei.» Oder auf Mundart: «Es chömed grad zwei.» Wollt ihr gleich zwei Gottis fragen, gibt es ein Zwillings-Set mit zwei Geschenkschachteln für CHF 50. Darin steckt je ein Schlüsselanhänger aus Holzperlen mit Fuchs, der nach dem Ja am Schlüsselbund bleibt. Weitere handgemachte Stücke wie das Puzzle mit Namen oder die weisse Frage-Box findest du unter Schwangerschaft verkünden.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Viele warten das erste Trimester ab, also ungefähr bis zur 12. oder 13. Woche. In dieser Zeit ist das Risiko einer Fehlgeburt am höchsten, danach sinkt es deutlich. Das ist keine Regel, sondern eine Abwägung.

Eine Frage hilft vielen bei der Entscheidung: Wem würdest du es auch erzählen, wenn es nicht gut ausgeht? Diese Menschen dürfen es früh wissen, weil du sie dann an deiner Seite haben möchtest. Bei allen anderen darfst du dir Zeit lassen. Die Gotti-Frage verträgt den Herbst genauso gut wie den Frühling.

Häufige Fragen

Ab wann verkündet man eine Schwangerschaft?
Viele warten das erste Trimester ab, also ungefähr die 12. bis 13. Woche, weil das Risiko einer Fehlgeburt danach deutlich sinkt. Menschen, die dich auch in schweren Zeiten begleiten würden, dürfen es aber gerne früher wissen.
Wem sagt man es zuerst?
Meist zuerst dem Partner oder der Partnerin, danach den eigenen Eltern und Geschwistern. Freunde, Arbeit und der weitere Kreis folgen oft erst nach dem ersten Trimester.
Wie sage ich es den Grosseltern, wenn sie weit weg wohnen?
Schick einen Brief mit Ultraschallbild und dem Vermerk «Erst öffnen, wenn wir telefonieren». Beim verabredeten Videoanruf erlebt ihr die Reaktion dann trotzdem gemeinsam.
Kann ich die Verkündung und das Gotti- oder Götti-Fragen verbinden?
Ja, gerade bei Geschwistern und besten Freund:innen passt das gut, zum Beispiel mit «Du wirst Tante – und wenn du möchtest, auch Gotti». Hast du mehrere Geschwister, verkünde allen gleichzeitig und stell die Gotti-Frage separat.
Wie verkünde ich das zweite Kind originell?
Lass das grosse Geschwister die Neuigkeit überbringen, zum Beispiel mit einer Zeichnung oder einem «Ich werde grosse Schwester»-Shirt. Erzähl es kleinen Kindern erst kurz vorher, sonst ist das Geheimnis schnell weg.
Muss ich die Schwangerschaft dem Arbeitgeber sagen?
In der Schweiz gibt es keine allgemeine Pflicht, eine Schwangerschaft offenzulegen, auch nicht in der Probezeit. Bei anstrengender oder gefährlicher Arbeit lohnt es sich aber, früh Bescheid zu geben, damit Schutzmassnahmen greifen.

Verschenke etwas, das mitwächst