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Was wirklich in ein Schweizer Babygeschenk gehört
Veröffentlicht am 12. Mai 2026·once & kept
Was wirklich in ein Schweizer Babygeschenk gehört
Es gibt diesen Moment, kurz nach der Geburt, in dem die Wohnung der frischgebackenen Eltern aussieht wie ein kleines Lager. Strampler in vier Grössen, drei identische Spieluhren, ein Plüschtier, das niemand zuordnen kann. Das meiste verschwindet innerhalb von Wochen wieder. Und dann gibt es die zwei, drei Dinge, die zwanzig Jahre später in einer Schachtel auf dem Estrich landen, mit Namen drauf und einer Geschichte dazu.
Ein Schweizer Babygeschenk, das diesen Unterschied macht, hat drei Eigenschaften: eine Hand, die es gemacht hat, einen Namen und eine Funktion, die über das erste Jahr hinausreicht.
Die Hand dahinter
In der Deutschschweiz arbeiten Dutzende kleiner Labels, die ihre Stücke selbst nähen, giessen, häkeln oder bedrucken. Sophia Jotte zum Beispiel näht im Aargau Unikat-Puppen aus alten Vintage-Stoffen, jede mit einem anderen Gesicht. Goldwart giesst in Solothurn Babyflaschen aus Beton, mit handgeschriebenen Fragen vom Götti ans Patenkind. BellaRubyCrochet häkelt im Berner Oberland Spielzeug, das auch noch im Kindergarten getragen wird, weil es nicht aussieht wie Spielzeug, sondern wie ein Begleiter.
Diese Labels findest du nicht in der Drogerie. Sie sind klein, sie produzieren wenig, sie nummerieren ihre Stücke. Wer eine Sophia-Jotte-Puppe verschenkt, verschenkt ein Unikat, das es so kein zweites Mal gibt.
Der Name
Personalisierung ist in den letzten Jahren zur leeren Geste geworden. Ein eingestickter Name auf einem Bodysuit, der nach drei Wäschen verblasst, ist keine Personalisierung, das ist Werbung. Was bleibt, ist Personalisierung auf langlebigen Trägern: eine U-Hefthülle mit Name, die das Kind von der ersten Vorsorgeuntersuchung bis zur Einschulung begleitet. Eine Holzfigur mit Geburtsdatum. Eine Decke, in die der Name nicht aufgedruckt, sondern eingewoben ist.
Die Funktion über das erste Jahr hinaus
Ein guter Schweizer Geschenkkurator denkt in Zeitachsen. Was passiert mit dem Stück in Monat drei, Jahr zwei, Jahr zehn? Ein Knistertuch wird in den ersten Monaten geliebt und wandert dann in die Schublade. Eine Einhorn-Kuscheldecke bleibt zehn Jahre auf dem Bett. Eine handgegossene Babyflasche mit einer Frage vom Götti drauf landet später als Vase im Regal. Die Frage, was übrigbleibt, ist die wichtigere Frage.
Warum nicht ein Korb voller Kleinigkeiten
Die klassische Versuchung beim Babygeschenk ist der Mehrteiler: Body, Söckli, Häubli, Spieluhr, alles in einem Korb. Es sieht im Moment des Schenkens üppig aus. Drei Wochen später ist nichts davon übrig, weil Babys aus Söckli in Tagen herauswachsen und Spieluhren von zwei Familienmitgliedern parallel gekauft wurden. Ein einziges, gut gewähltes Stück hat mehr Gewicht als acht durchschnittliche.
Genau aus diesem Grund haben wir bei once & kept die Gift Box gebaut: drei Tiers (The Card zu CHF 89, The Pair zu CHF 249, The Year zu CHF 500), kuratiert aus den Werkstätten unserer Schweizer Labels, jedes Stück mit Macherinnen-Name und nummerierter Edition. Es ist die einzige Geschenkbox der Schweiz, die ausschliesslich aus handgemachten Schweizer Unikaten besteht.
Die kurze Checkliste
- Hat das Stück einen Macher mit Namen?
- Ist es nummeriert, signiert oder anderweitig eindeutig?
- Lebt es länger als zwölf Monate im Alltag der Familie?
- Trägt es Schweizer Handarbeit, nicht Schweizer Etikett auf chinesischer Massenware?
Wenn drei von vier stimmen, hast du ein Geschenk, das in zwanzig Jahren noch im Estrich liegt. Und das ist, ehrlich gesagt, die einzige Messgrösse, die zählt.
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